Wie funktioniert die Methode?

FI-Michael-Kopf-2Unser ganzes Leben hat als Grundlage unsere Sinnesempfindungen und Bewegungserfahrungen. Unsere alltäglichen Handlungen nutzen einer Reihe von Bewegungsmustern, die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben. Wie diese Muster im Detail aussehen ist individuell und zu einem großen Teil erlernt. Leider sind diese Muster nicht immer optimal und hindern uns daran, das tun zu können, was wir wirklich möchten.

Um die Weiterentwicklung und Nachreifung unserer Bewegungsmuster zu ermöglichen, nutzt die Feldenkrais-Methode das organische Lernen. Grundlegendes Prinzip ist dabei, dass wir am ehesten die Dinge spontan tun, die uns leicht fallen und sich angenehm anfühlen. Anstatt uns zu quälen und darauf zu hoffen, dass uns etwas irgendwann "in Fleisch und Blut" übergeht, setzt die Feldenkrais-Methode konsequent darauf, jeden einzelnen Schritt und auch die Rahmenbedingungen so leicht und einfach, wie möglich zu machen. Akzeptanz und konstruktiv-angenehme Schritte auf dem Entwicklungsweg führen dann dazu, dass der Lernweg angenehm und lustvoll erlebt wird und auch neue Bewegungen mit diesem Gefühl verbunden sind. Und was angenehm und lustvoll ist, tun wir auch im Alltag gern.

Mechanisches Üben ist daher nicht notwendig, ja sogar kontraproduktiv, da wir dabei leicht abstumpfen und unsere menschlichen Qualitäten opfern: Neugier, Lernen und Bewusstheit. Die notwendigen Wiederholungen für den Lernprozess werden daher beim Feldenkrais durch stetige Variationen zu Wiederholungen, die sich nicht wiederholen.

Lernen ist üben, ohne zu wiederholen (Nikolai Bernstein)

Eine beispielhafte Bewegungsfolge finden Sie hier.

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